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Mittwoch, 31. August 2011

Google Geo: Globus, Orte, Geschäfte - Bilder

Tags: GPS, Geo-Location, georeferenzierte Fotos, Geo-Imaging, ortsbezogene Dienste, lokale Dienste, Location based services, Micro Marketing ... Google Dienste: Earth, Maps, Panaromio, Picasa, Places, Google+



Ich bin immer noch und immer wieder neu fasziniert von Google Earth/Maps und der Möglichkeit, eigene Informationen damit zu verknüpfen. Dazu gehören Fotos, die Erstellung von eigenen Karten sowie die Markierung und Bewertung von Lokationen/Unternehmen. Was hier entsteht ist ein riesiger "digitaler Globus" mit Marketing Möglichkeiten für Kleinstunternehmen (KMU´s). Für die Einbringung von eigenen Informationen ist ein Google Account (e-mail Adresse) erforderlich.

Im Mai 2007, Google hatte gerade den spanischen start-up Panoramio übernommen, habe ich begonnen, eigene Fotos in Google Earth zu verlinken. In den gut vier Jahren habe ich ca. 250 Fotos in Google Earth eingebracht, auf sie wurde in dieser Zeit über 300.000 mal zugegriffen (aktuell sind es monatlich etwa 10.000 Zugriffe). In Picasa, ebenfalls von Google übernommen, kann man die Fotos seiner Alben auch auf der "Erde" dem Aufnahmeort zuordnen. Erste Kameras, die über GPS verfügen, und die Georeferenzierung automatisch machen gibt es schon länger. Bewegt man sich in Google Earth/Maps, kann man sich u.a. alle dort verlinkten Fotos über das Auswahl Menü rechts oben anzeigen lassen. Das kann bei der Orientierung sehr hilfreich sein, manchmal auch verwirrend wegen zahlreicher Falsch-Platzierungen.  

Google Earth/Maps ist für mich als Karten-/Navigationssystem einzigartig. Es erlaubt die Orientierung auch da, wo es kein vernünftiges und aktuelles Kartenmaterial gibt, wie z.B. in Südostasien, Afrika ..., aber auch in Südeuropa. Selbst abseits von den in Landkarten verzeichneten Straßen findet man seinen Weg. Ich habe z.B. die schönsten Strände und Buchten Chalkidikis, die teilweise nur zu Fuß oder mit einem Boot erreichbar sind, quasi aus der Luft entdeckt. Das gilt auch für unser bevorzugtes Hotel in Sarti, das "Sarti Plaza" - Pool und Hotel habe ich in Google Earth gefunden. Der Knüller war dann, als man in Google Maps seine eigenen Karten erstellen konnte. Damit habe ich schon zahlreiche Reisen und Wanderungen vorbereitet und auch nachher dokumentiert. Mit etwas Übung findet man jede Berghütte, das kleinste Resort auf einer Robinson Insel oder sogar einen "Ziegenpfad" auf Sithonia.

Ein weiteres interessantes Tool in diesen Kontext ist Google Places (Lokationen). Google selber oder der Inhaber können Geschäfte, Hotels, Restaurants, Service Einrichtungen, Verwaltungen, Freiberufler, Gar-Küchen ... in die Google Karten aufnehmen. Sie werden als kleiner Punkt mit dem Namen in der jeweiligen Karte angezeigt. Der Klick darauf zeigt dann ein Pop-up, und wenn vorhanden, ein kleines Bild, Adresse, Telefonnummer, Link zur Homepage sowie die Anzahl der Erfahrungsberichte von Kunden. Die Aufnahme in Places ist für den Inhaber kostenlos. Die lokale Google Suche bevorzugt natürlich die Google Places. Man kann sich selber bestimmte Places, über den Stern in der rechten Ecke, markieren, Bewertungen dazu abgeben und Fotos hinzufügen. Die Funktionen sind schon komplett auf das mobile Surfen vom Handy ausgerichtet: Zeige mir in der Nähe, das nächste Pizza-Restaurant ... 

Seine "eigenen" Karten und Places kann man sich direkt aus Google Maps anzeigen lassen und auswählen. 

Google+ ist die neue Integrationsplattform für die Google Dienste: Mail, Kontakte, Gruppen (Circles), Chat, Foto, Video, Reader (Buzz), Empfehlungen (+1) und natürlich das Handy. Was mir noch fehlt ist die Integration meiner "Orte", d.h. meine eigenen Karten sowie die von mir markierten Places. Das ist sicher nur noch eine Frage der Zeit.  

Zur Überbrückung habe ich meinem Google Profil unter "Über mich" (About) einen Link zu meinem "Maps & Places" Profil, rechts unten in der Link-Liste, hinzugefügt:


Er darf gerne ausprobiert werden. Beim Schloss-Bräustüberl Odelzhausen und der Hochriesbahn z.B. sind die ersten Fotos und der Erfahrungsbericht von mir eingebracht worden. Bei den Karten sind neben den Wanderkarten insbesondere die beliebten Biergarten und Thailand Karte zu erwähnen. Der Zoom in der Satelliten-Ansicht zeigt die Stärke und auch die "Places"!   

Eine unauffällige Integration mit Google+ gibt es schon! In meinen öffentlichen Fotoalben ist ein Album mit dem Namen "Geo Photos" angelegt worden, dort speichert Google automatisch die Fotos zu meinen "Places". Eine Integration der Panoramio Fotos in Picasa/Google+ wäre wünschenswert. Da die Google Suche "In der Nähe von ..." auf "Places" ausgerichtet ist, gibt es damit ein super Marketing-Instrument für kleine Unternehmen (KMU´s), nur die meisten wissen nichts davon! Da gibt es viel Potential für Berater.      

Mittwoch, 26. August 2009

Innovation durch Mobilität und Bandbreite

Smartphones: Nokia verliert mit Symbian weiter Marktanteile und bringt sein Linux basiertes „Maemo“ als Alternative ins Gespräch. Eine Allianz mit Microsoft soll „MS Mobile Office“ auf Symbian? Smartphones bringen. Zusätzlich soll die Kooperation mit Intel verstärkt werden. Intel hat selber gerade sein Linux für Mobiles „Moblin“ in die Open Source Community geworfen und möchte gegen ARM angreifen.

Die Shooting Stars Apple und RIM mit ihren proprietären Systemen bekommen Konkurrenz von zwei Seiten. Einige PC-Hersteller, wie Acer, Asus und Dell steigen in den Wachstumsmarkt „Smartphone“ ein und Google gewinnt mit Android an Boden. Bis Jahresende soll es ca. 18 Android Modelle, neben HTC u.a. von Dell, Motorola, Huawei, Lenovo, Philips, Samsung und Sony Ericsson geben.

Microsoft hat dieses Jahr Windows Mobile 6.5 herausgegeben, ist aber weiterhin unter Druck. Jetzt soll es die Version 7 nächstes Jahr richten, die „Windows Phone“ heißen soll. Palm versucht mit letzter Kraft, und seinem Palm Pre auf webOS (auf Linux Kernel), verlorenen Boden gut zumachen.

Meine Prognose: Tonangebend für die nähere Zukunft sind die Systeme, die schon von Anfang an für breitbandiges Internet und die entsprechenden Applikationen designed wurden. Das ist zum einen Apple mit seinem iPhone OS sowie die Linux basierte Generation, mit Google und Android an erster Stelle.

ARM dominiert weiterhin die Prozessorseite. Ob es Intel zusammen mit Nokia Maemo/Moblin schafft dort einzusteigen sehe ich eher skeptisch. Entscheidend wird auch sein, wer den Sprung vom Smartphone in die nächste Generation der „Mobile Devices“ (MOD´s) schafft. Apple ist sicher wieder dabei.

Mobile Devices (MOD´s): Eine neue Generation von Geräten, die mit den Netbooks begonnen hat, ist ein weiterer Wachstums- und Innovationstreiber. Asus mit seinem EeePC hat das Rennen eröffnet, Acer, Dell, HP, MSI, Lenovo, Toshiba etc. sind gefolgt. 2008 ist der Markt für diese Geräte geradezu explodiert – auf Kosten der klassischen PC´s und Notebooks.

Jetzt steigt auch noch Nokia, der weltgrößte Handy-Hersteller, mit "Booklet 3G" in den umkämpften Markt der Netbooks ein. Zunächst auf Intel Atom und Windows 7 Basis, es gibt aber schon Gerüchte, dass nächstes Jahr eine ARM Version folgen soll.

MOD´s sind kleinere mobile Geräte, aber durchaus geeignet für einfache Büroarbeiten, für Fotos, zum Abspielen von Musik und Videos, Fernsehen, Spielen, Navigation, als e-Book Reader sowie insbesondere speziell fürs Internet, aber auch zum Telefonieren. Im Prinzip alles was ein Smartphone auch kann, aber mit einem größeren Bildschirm und teilweise richtige Tastatur bzw. entsprechendem Touchscreen.

Intel mit seinem Atom Prozessor dominiert noch den Markt, aber es gibt Alternativen von VIA und ARM. Microsoft konnte mit Vista nicht landen und hat XP noch einmal ausgegraben. Windows 7 soll es wieder richten. Trotzdem dominieren Microsoft und Intel den Markt deutlich, aber es gibt, insbesondere wieder auf Linux Basis, interessante Alternativen und Mitspieler.

Meine Prognose: Neben dem Netbook werden weitere Gerätetypen noch in diesem Jahr und insbesondere 2010 kommen. Die Gerüchteküche um das Tablet von Apple kocht schon fast über, aber auch andere Hersteller arbeiten fieberhaft an der neuen Gerätegeneration. Genauso wie die Hersteller von Prozessoren, Displays, Speicher, Akkus etc, die sie erst ermöglich hat.

Beste Chancen Microsoft weitere Marktanteile abzujagen, haben Systeme, die schon für Mobilität und das Internet entwickelt wurden (siehe Smartphones). Dazu gehört natürlich Apple sowie die Systeme, die auf einen Mobile Linux Kernel aufbauen. Google mit „Chrome OS“ hat durchaus Chancen, muss sich aber beeilen, wenn es dabei sein will.

In einem nächsten Schritt werden die Winner in diesem Bereich, auch in dem Markt für die klassischen, stationären Rechner Einzug halten - das fürchten die Monopolisten. Apple ist der einzige Anbieter, der durchgängig gut aufgestellt ist, was sich in der Kursentwicklung der letzten Jahre niedergeschlagen hat. Der Challenger für Microsoft/Intel/Apple ist Google mit seinem Open Source und dem Internet Centric Computing (ICC) Ansatz.

Über den Trend zu Mobilität wackeln die Monopole von Intel und Microsoft heftig. Uns als Anwender kann es nur freuen. Wir bekommen mehr Innovation, bessere Qualität, höheren Bedienkomfort und das auch noch zu niedrigeren Kosten.

Dienstag, 18. August 2009

"Die Slowly"... Symbian

Nokias Anteil im Smartphone Bereich ist unter 50% gefallen und nimmt weiter rasant ab. Gewinner sind die New-Comer Apple und RIM, die inzwischen schon ein Drittel des Marktes erobert haben, und das hat nichts mit telefonieren zu tun. Um die Ecke lauert Google mit Android, die 3. HTC Version ist schon gut gelungen, weitere Hersteller werden in Kürze folgen und neue Player wie z.B Dell, Garmin etc. betreten die Arena. Der Smartphone Markt ist interessant, Wachstum, Gewinne und Innovation werden dort realisiert und er ist der Einstieg in das Netbook Geschäft - ARM bereitet sich schon vor, um Intel Marktanteile abzujagen.

Symbian ist inzwischen stark angestaubt und veraltet. Es geht zurück bis zu Psion/EPOC in den neunziger Jahren, damals gab es das Internet noch nicht. Bei Nokia zeichnet sich ein Übergang zu "Maemo" für die High-End Geräte ab. Es ist genauso wie Moblin von Intel oder Android von Google auf Linux aufgebaut. Microsoft mit Windows Mobile gehört in die gleiche Ecke wie Symbian - veraltet, am Bedarf vorbei, abnehmendes Käuferinteresse.

Wenn jetzt die Kooperation zwischen Nokia und Microsoft zum "Mobile Office" verkündet wird, dann heißt das, dass sich zwei Schwerkranke und Fußlahme zusammentun, um gegen Usain Bolt im 100 Meter Lauf anzutreten. Wer da gewinnt ist leicht zu erraten.

Freitag, 7. August 2009

Die Attacke der MOD´s auf Microsoft

In der IT wird „Mobile Communication & Computing“, oder einfach nur MCC, zum Innovationstreiber. Basis dafür sind neue Display-, Chip-, Speicher- und Akku-Technologien in den „Mobile Devices“, oder einfach nur MOD´s. Vorläufer dieser neuen Geräte Generation sind die sogenannten „Smartphones“und „Netbooks“. Apple hat mit iPod und iPhone die zweite Runde eingeläutet.

Die MOD Geräte der nächsten Generation sind eine Symbiose zwischen Telefon, Navi, DVD-/Audio-Player, Mobile-PC und dem Internet. Das dominierende Betriebssystem dafür wird mit größter Wahrscheinlichkeit nicht MS-Windows sein, sondern in der ersten Reihe stehen dafür Android, Chrome OS und Moblin – alle auf der Basis von „Open Source“ und Linux. Damit sind sie im zweiten Schritt auch die Kandidaten für den Desktop und stellen damit eine massive Bedrohung für das Microsoft Monopol in diesem Bereich dar.

Warum werden die Neuen erfolgreich sein? Weil sie billiger, kompakter, einfacher und schneller sind als die Veteranen.

Ein Link zum Thema in der Financial Times Deutschland:
http://www.ftd.de/technik/medien_internet/:Mobiles-Web-Gro%DFangriff-auf-Microsoft/550392.html

P.S.: Im Web gibt es teilweise den Begriff „Mobile Internet Devices“ – MID´s. Ich bevorzuge die allgemeinere Bezeichnung „Mobile Devices“ MOD´s. Das Internet ist zwar eine wesentliche, aber auch nur eine Komponente in dem Konzept. Die Geräte werden auch ohne Internetverbindung funktionieren und die Anwendungen auch lokale Daten verarbeiten können. Damit werden sie erst zu einer Alternative zu den stationären Computern.

Freitag, 31. Juli 2009

The Winners are: Apple, Google and the Losers are: Microsoft, Nokia, RIM ...

Die IT richtet sich neu aus! Das Thema der Zukunft ist "Mobile Communication & Computing" (MCC) und dazu gehören neue mobile Geräte, Betriebssysteme und Applikationen - "Mobile Devices" (MOD´s). Gewinner in diesem Spiel sind ganz klar Apple und Google, man muss nur die Berichtszahlen für das abgelaufene Quartal anschauen.

Ihre IT-Strategie könnte man auch "Method of Destruction" - M.O.D (eine US-Band) für den Rest nennen: Die Yahoos, Microsofts , Nokias, ... Auch hier gilt: Eine Analyse der Ergebnisse gibt Aufschluss. Diese Unternehmen, die besonders in der aktuellen Krise gebeutelt werden, haben schon lange davor versäumt ihre Hausaufgaben richtig zu machen.

Apple hat 2007 sein geniales iPhone vorgestellt und ein tolles Marketing Programm gefahren: Innovation ist gleich High-Price. In 2008 hat Apple vom Gesamtmarkt für Handys gerade mal etwa 1% erreicht, aber ungefähr 20% vom gesamten Profit eingefahren. Wenn man nur den Smartphone Markt betrachtet, teilt sich der etwa wie folgt auf: Nokia Symbian 50%, RIM Blackberry 20%, Windows Mobile 12% und Apple 10%. Google´s Android tauchte in dieser Statistik noch gar nicht auf - es dominieren noch die Veteranen .

Apple hat mit seinem "Apfelladen" eine Herrschaar von Entwickler aktiviert, die die Plattform nutzen, um Anwendungen für das iPhone auf den Markt zu werfen. Die anderen Player versuchen verschämt an diesen Erfolg anzuknüpfen, oder z.B. wie Nokia ihr Symbian als "Open Source" zu verkleiden. Was bei Ihnen allen stört ist ihre proprietäre Umgebung. Die Anwendungen laufen bei allen nur auf den eigenen Plattformen und sie müssen auch bei Apple z.B. auf dem Mac entwickelt werden. Apple wird seine Rolle im Exklusivsegment weiter halten, was ich bei den anderen Mistreitern bezweifele.

Die Ausnahme ist Google mit Android als "Open Source". Es gibt erst 2-3 Modelle mit Android, es sollen aber in diesem Jahr noch mindestens 10 dazu kommen. Nahezu jeder Entwickler der Welt kann heute beginnen, Anwendungen auf dem Linux-Kernel von Android zu entwickeln und über den Android Market zu verbreiten. Die Anzahl, der sogar meist kostenlosen Anwendungen, erhöht sich damit stetig. Es braucht keine Vertragsbindung, keine Exklusivität, ein normaler Vertrag und eine Datenflatrate - die endlich immer billiger wird - reichen aus. Über kurz oder lang werden alle Gerätehersteller, außer natürlich Apple, Android in ihrem Portfolio haben und Android wird den Massenmarkt erobern. Alle Handys werden damit zu Smartphones, und das zu vernünftigen Preisen.

Die nächsten Innovationen deuten schon an wohin die Richtung zum Thema MCC & MOD geht: So geistert das "Netbook ohne Tastur" (MacNet oder iNet) von Apple schon seit einigen Tagen durch die Medien und das Rauschen im Medienwald bei der "Chrome OS" Ankündigung von Google, war auch deutlich zu hören.